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DOOM läuft darauf #8

  • 16 Sept 2020
  • |
  • Von: Parker Wilhem

„Aber läuft da auch DOOM drauf?“ ist der liebste Spruch aller Technikfreaks, wenn es um Hardware jeglicher Art mit Bildschirm geht – und das zu Recht.

Auf dem Höhepunkt ihrer Popularität in der Shareware-Ära war die ursprüngliche DOOM-Software so allgegenwärtig, dass es sich Fans zur Aufgabe machten, sie auf möglichst vielen Geräten zum Laufen zu bringen – egal, wie absurd das auch erschien.

Das Ergebnis: Das Spiel wurde dank findiger Programmierer mit etwas Grundwissen und viel Enthusiasmus auf zahllose Geräte übertragen, emuliert oder imitiert. Das sind dann vielleicht nicht die optimalen Voraussetzungen, um einen Egoshooter zu spielen, aber der Spaßfaktor an der Sache verdient Respekt – denn DOOM läuft darauf.

Auf einem Schwangerschaftstest

Da ist wohl jemand guter Hoffnung ... ein paar Dämonen abzuschlachten! In einer gleichermaßen bizarren wie beeindruckenden Demonstration seiner Fähigkeiten hat es ein talentierter Bastler geschafft, DOOM auf einem, im Ernst, Schwangerschaftstest zum Laufen zu bringen.

DE IRD Pregnancy Test in-body

Foone Turing, ein Programmierer, der auf alte und obskure Hardware sowie Reverse Engineering spezialisiert ist, hatte jüngst mit einem vielfach geteilten Beitrag, in dem er einen digitalen Schwangerschaftstest auseinandernimmt, auf Twitter hohe Wellen geschlagen.

Turing hatte entdeckt, dass der Test aus der Drogerie einen 8-Bit-Microcontroller-Chip enthält. Ziemlich aufwendig für einen Gegenstand, der dazu gedacht ist, bepinkelt und weggeworfen zu werden, der aber laut Turing „wahrscheinlich schneller in der Verarbeitung von Zahlen und grundlegenden I/O-Aufgaben ist als die CPU, die im originalen IBM PC eingesetzt wurde.“

Und was passiert, wenn man sich der Existenz eines weiteren Geräts mit Bildschirm und Rechenfähigkeiten bewusst wird? Irgendwann kommt natürlich das Thema DOOM auf! Allerdings musste Turing einige Hürden überwinden. Erstens konnte der Chip im Tester nicht umprogrammiert werden. Zweitens ist das LC-Display nur dazu da, „SCHWANGER“ oder „NICHT SCHWANGER“ anzuzeigen, was ja auch verständlich ist – ein Cacodemon als Überbringer der glücklichen Nachricht würde wohl für (noch mehr) Stirnrunzeln sorgen. Drittens gab es für das Gerät keine Eingabemöglichkeiten abgesehen von der Erfassung von Linien auf Teststreifen. Und die DOOM-Steuerung ist dann doch ein bisschen komplexer.

Turing stellte sich jedoch der Herausforderung, und nach ein bisschen Modding, bei dem CPU und Display ausgetauscht und eine Mini-Bluetooth-Tastatur angeschlossen wurde, war die Zeit für eine ganz andere Art von Test gekommen: E1M1 zum Laufen zu bringen.

Was steht als nächstes bei Turing an? Der Technik-Tausendsassa plant, den Prozess der Umwandlung eines Schwangerschaftstests in eine DOOM-Maschine später einmal als Teil seiner fortlaufenden Erkundung allgemein erhältlicher Gadgets (und anscheinend auch wenig bekannter FMV-Spiele) niederzuschreiben. Deshalb solltet ihr ihn bei Twitter oder Patreon im Auge behalten – falls ihr jemals das Bedürfnis habt, zu erfahren, wie man seinen eigenen handelsüblichen Dämonenpräsenz-Tester für Zuhause baut.


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